|
PSS
Plant Switching Service -
Simulationsunterstützte Planung im Werksrangierdienst
PSS
wurde als Erweiterung des Zugbildungssystems TOPAS
im Rahmen einer Analyse zur Machbarkeit des Rangierbetriebs im Werk
eines grossen deutschen Automobilherstellers für mehrere
Zukunftsszenairen entwickelt.
Neben deutlichen Produktionssteigerungen, wurden einschneidende
Veränderung der Schieneninfrastruktur bei einer
Werkserweiterung betrachtet, wobei auch speziell der Betriebsablauf in
einzelnen Bauphasen simuliert wurde.
Für die Bereitstellung der Betriebsparameter des
Simulationssystems, den Aufbau der Betriebskonzepte, also die Ver- und
Entsorgung des Werkes und nicht zuletzt dem Design der Grobkonzepte des
Rangierbetriebs in den Planfällen wurde mit Sirius Logistik
ein Partner eingebunden, der das praktische Know-How des
Rangierbetriebs zur Untersuchung beisteuerte. Dies hatte auch deutliche
Einflüsse auf das Konzept der entwickelten Simulationssoftware PSS.
Ergebnis ist eine Software, die den Rangierbetrieb auf Mikroebene,
räumlich und zeitlich, simuliert: Wagen werden metergenau auf
den Gleisen positioniert und die Rangiervorgänge laufen bis zu
Sekunden getaktet ab. Ein wesentlicher Schwerpunkt ist die Abbildung
der Ladestellen. Neben Ladestellen einfachen Typs, die nur eine Be-
und/oder Entladung kennen, können Ladestellen in der
Simulation berücksichtigt werden, die selbst Wagen bewegen.
Beispiel sind die Wagen bei der Autoverladung die dort durch
verschiedene Techniken bewegt werden können.
Ein weitere zur berücksichtigender Aspekt sind die
statistischen Schwankunge des Zeitbedarfs für die Be- und
Entladung an einzelnen Ladestellen. Das Simulationsmodell gestattet
hier ebenfalls die Vorgabe von statistischen
Kenngrößen.
Aufgrund der deutlich unterschiedlichen Anforderungen der zu
berücksichtigten Ladesstellen wurde die Architektur der
Software so ausgelegt,dass relativ einfach weitere spezielle,
Ladestellentypen erstellt simuliert werden können.
|
 |
Für die
Steuerung des Systems wurde eine spezielle Sprache
entworfen. Neben der möglichen Angabe aller Mikroschritte
einzelner Rangieroperationen, können auch Makrooperationen -
d.h. Operationen, die sich auch mehreren Mikroperationen
zusammensetzten - formuliert werden, für die das System
selbständig die notwendingen Teilschritte ermittelt.
Neben der
Prüfung der Machbarkeit des Rangierbetriebs
dokumentiert PSS die
Zwischenzustände des
Rangiersystems. Die Belegung der Gleise und die Belegung der
Rangierloks sind als Standardausgabe implementiert. Durch die Benutzung
einer einfachen Programmierschnittstelle ist dies einfach zu erweitern.
Informationsmaterial
zu PSS
|
|
|
|